Sofortiger (über Nacht) Wechsel von Carbamazepin zu Oxcarbazepin-Monotherapie entspricht einem progressiven Wechsel

Diese Studie verglich den sofortigen (über Nacht) und progressiven Wechsel zu Oxcarbazepin-Monotherapie bei Patienten mit partiellen Anfällen, die nicht zufriedenstellend mit Carbamazepin-Monotherapie behandelt wurden. Die Patienten wurden randomisiert entweder über Nacht (n=140) oder progressiv (n=146) von Carbamazepin auf Oxcarbazepin-Monotherapie im Dosisverhältnis 1:1,5 umgestellt. Der Unterschied zwischen den beiden Schaltergruppen in der mittleren monatlichen Anfallshäufigkeit unterstützte die Äquivalenz von Übernacht- und progressivem Schalten (Unterschied von 0,02 ohne Ausreißer; 95% -Konfidenzintervall (KI) -0,74; 0,78). Nach dem Wechsel von Carbamazepin zu Oxcarbazepin verringerte sich die mediane monatliche Anfallshäufigkeit sowohl in der Übernachtgruppe (von 1,5 auf 0; P = 0,0005) als auch in der progressiven Gruppe (von 1.0 bis 0,4; P=0,003). Der Anteil der anfallsfreien Patienten stieg von 38 auf 51% (P = 0,002) und 39 auf 49% (P = -0,01) in der Übernacht- bzw. der progressiven Gruppe. Darüber hinaus unterschied sich der Anteil der Patienten, bei denen keine klinisch signifikanten unerwünschten Ereignisse auftraten, nicht zwischen den beiden Switch-Methoden (Unterschied von 2,5; 95% CI -4,1; 9,0).

Für Patienten, die mit Carbamazepin-Monotherapie nicht zufriedenstellend behandelt werden, ist die Umstellung auf Oxcarbazepin-Monotherapie ebenso wirksam und gut verträglich wie eine progressive Umstellung und ermöglicht daher eine einfache und flexible individualisierte Behandlung. Die Umstellung auf eine Oxcarbazepin-Monotherapie scheint für Patienten von Vorteil zu sein, die mit einer Carbamazepin-Monotherapie unbefriedigend behandelt werden, unabhängig von der verwendeten Umschaltmethode.

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