‘Sgt. Pepper’s Musical Revolution’ Review: Beatles Doc fachmännisch bricht sieben der brillanten Songs der Band

 Die Beatles, Im Inneren der Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band LP

Keine einzige Geschichte, kein einziger Film kann das Phänomen der Beatles einfangen. Zusammengenommen bieten diese Untersuchungen jedoch einen Einblick in die Auswirkungen der Band auf Musik und Kultur.

Das ist die Herausforderung, wenn es um das bahnbrechende Album “Sgt. Pepper’s Lonely Heart’s Club Band” der Beatles geht, das den 50. Jahrestag seiner Veröffentlichung feiert – und das 50. Jahr, in dem es Musikliebhaber umgehauen hat. Denkstücke und Hommagen an das bahnbrechende Album waren in letzter Zeit in den Nachrichten, versuchen zu erfassen, wie innovativ und wichtig es für die Musikszene war. Benannt No. 1 auf Rolling Stones 500 Greatest Albums of All Time Liste, “Sgt. Pepper’s” führte die Charts für 15 Wochen in den USA und 27 in Großbritannien Mit anderen Worten, es war und ist immer noch eine große Sache.

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Das PBS Documentary Special “Sgt.Pepper’s Musical Revolution” bietet ein Stück des Puzzles des Genies des Albums. Der Dokumentarfilm zeigt den Komponisten, Autor und Musikhistoriker Howard Goodall als musikalischen Mystery-Tourguide durch sieben der Songs, die mit dem Album “Sgt. Pepper” zu tun haben. Während die Serie einen historischen Kontext und unterhaltsame Hintergrundgeschichten darüber bietet, was jeden Song inspiriert hat, sind es Goodalls Analysen und Teile bisher unveröffentlichter Aufnahmesessions, die diesen Film wirklich auszeichnen und ein Fenster in den sorgfältigen kreativen Prozess der Beatles bieten.

Die Beatles, Sgt. Peppers musikalische Revolution

Die Beatles, “Sgt. Peppers musikalische Revolution”

PBS

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Müde von Auftritten, die unter zu lauten, zirkusartigen Konzerten litten, gab die Band 1966 auf, dauerhaft zu touren. Nachdem sie sich ein paar Monate Zeit genommen hatten, um sich zu dekomprimieren und aufzuladen, kehrten sie ins Studio zurück, um ein Album mit Songs zu erstellen, die so aufwendig und kunstvoll produziert, komponiert und arrangiert waren, dass es keine Möglichkeit gab, sie vollständig live aufzuführen. Dieses Ziel gab Anstoß zu einigen der verrücktesten, schwierigsten und weitreichendsten Aufnahmetechniken, die zu dieser Zeit verwendet wurden, um ein Album zu machen.

Wie eingefleischte Beatlemaniacs wissen, waren weder “Strawberry Fields Forever” noch “Penny Lane” auf der Originalveröffentlichung des Albums enthalten, sondern wurden stattdessen als Doppel-A-Seite vor der LP veröffentlicht. Dennoch sind beide Songs Teil der DNA von “Sgt. Pepper’s” und tragen viele seiner Themen — wie Kindheit — und innovative Techniken. Glücklicherweise legt der Dokumentarfilm rückwirkend den richtigen Schwerpunkt auf diese beiden Songs, ähnlich wie spezielle Remixe oder Deluxe-Editionen von “Sgt. Pepper’s” sie als Bonustracks enthalten werden.

Howard Goodall, Sgt. Peppers musikalische Revolution

Howard Goodall, “Sgt. Peppers musikalische Revolution”

Tom Howard / PBS

Für jeden der sieben Songs erstellt der Film Kapselstunden, in denen Goodall die Ursprünge der Erzählung des Songs und einige andere verwandte Geschichten nachzeichnet. Aber dann kommt der faszinierende tiefe Tauchgang in die technische Seite des Songs selbst. Kredit geht an Goodall und die Autoren für die Klarheit, mit der er in der Lage ist, jeden Bissen von Informationen zu vermitteln, sei es durch visuelle Hilfsmittel oder musikalische Demonstrationen, um bestimmte Teile der Komposition zu isolieren.

Der Film entmystifiziert bestimmte Techniken, wie zum Beispiel, wie Lennon auf “Lucy in the Sky with Diamonds” jünger klang, die Verwendung aleatorischer Kompositionen mit einem 40-köpfigen Orchester, wie Henry das Pferd seinen Walzer auf “Being for the Benefit of Mr. Kite” und was für eine modale Melodie zu “She’s Leaving Home.” Goodall wirft Wörter wie Mellotron, Polyphonie, “Teen Taal” und mehr herum und gibt die reinsten Definitionen, bleibt aber nicht mit übererklärender Terminologie stecken und zieht es vor, die Konzepte zu demonstrieren. Zu verstehen, dass sein anspruchsvolles Publikum über eine Reihe von Kenntnissen verfügt, Ideen jedoch nicht übermäßig zu verdummen, schafft eine effektive Verbindung zum Betrachter.

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Nachrichtenmaterial wird sparsam verwendet, und keine sprechenden Köpfe scheinen die Auswirkungen des Albums oder Songs zu beurteilen. Goodall ist der einzige Experte, der mitwiegt, und die Wirkung ist intim und verschwörerisch. Es ist ein faszinierender Ton, da die Feier der Beatles global ist und daher eine gemeinschaftliche Erfahrung zu sein scheint.

Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band cover

“Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band” Cover

PBS

Hier kommen Regisseur Francis Hanly und die Produzenten Jonathan Clyde und Martin Smith zu kurz. Es ist aus Zeitgründen verständlich, dass sich der Dokumentarfilm auf die Diskussion von nur sieben Songs beschränken musste — obwohl die Fans gerne mehr durchsitzen würden —, aber der Film ist wild unausgewogen. Es ist kopflastig mit Kontext zu Beginn über den Geisteszustand der Beatles in Bezug auf Touren und wie das Album begann. Aber sobald die sieben Songs seziert sind, endet der Film abrupt mit nur wenigen beschwichtigenden Worten von Goodall, der versucht, alle Lektionen zu einem zu verschmelzen.

Einen Kontext zu geben, wie all diese bahnbrechenden Techniken und fantasievollen Geschichten unmittelbar nach der Veröffentlichung des Albums von der Öffentlichkeit oder anderen Musikern aufgenommen wurden, wäre ein weitaus befriedigenderes Ende gewesen. Dies ist ein Film, der den akribischen Prozess des Bastelns von Songs erklärt, um ein klanglich und thematisch harmonisches Album zu schaffen. Es ist eine Schande, dass die Produzenten diese Überlegung bei der Erstellung dieses Dokumentarfilms nicht nachgeahmt haben. Das überstürzte Ende lässt den Betrachter nicht mehr wollen, sondern der Betrachter fühlt sich betrogen.

Note: B

“Sgt. Pepper’s Musical Revolution” wird am Samstag, den 3. Juni um 8 Uhr auf PBS ausgestrahlt. Sehen Sie sich unten einen Trailer zum Special an:

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